Autorin Barbara-Herrmann 

Rezensionen: eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen  Bücher befällt.  Georg Christoph Lichtenberg (01.07.1742 - 24.02.1799)
dt. Schriftsteller, Kunstkritiker und Physiker
                     







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ISBN 978-3-9813600-0-4 erschienen im hnb Verlag
84 Seiten -Soft-Cover-Bindung 14,95 €  
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Traumhafte Mosel 

Von Luxemburg bis Koblenz

Eine wunderschöne Reise

für die Augen, den Körper,

das Herz und die Seele.


Traumhafte Mosel

Barbara Herrmann

Vorwort

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, so lautet ein Sprichwort.

Es umschreibt die Vielfältigkeit der Eindrücke über Land und Leute unterwegs und am Ziel der Reise. Es erklärt auch die inneren Gefühle, wie Staunen und Verwunderung über das, was es alles zu sehen und zu erleben gibt.

Dieser Reisebericht erzählt über eine Reise die geprägt war von einer atemberaubenden Landschaft und einer auf jedem Meter beeindruckenden Natur. Sie war ein erhabenes Erlebnis für die Augen, eine Wanderung zur körperlichen Entspannung und Erholung für das Herz und den Körper und sie wurde ergänzt durch beeindruckende Kirchen und Klöster. Diese waren eine Labsal für die Seele.

Mit diesem Dreiklang kommt der Mensch in seiner kargen Freizeit ins Innere Gleichgewicht und schöpft Kraft für den Alltag.

Eine persönliche Pilgerreise für Körper Geist und Seele.


Leseprobe:

Wenige Kilometer von Trier, dem eigentlichen Start unserer Reise überschreiten wir für zwei Tage die Grenze nach Luxemburg und machen Halt in Echternach.

Eigentlich wollten wir auf der Luxemburger Seite an der Mosel entlang fahren. Schließlich stand für die gesamte Reise das Thema Mosel auf der Agenda. Aber das beschauliche Echternach hat uns als kulturelle Perle überrascht und auf seine charmante Art festgehalten.

Eine Kleinstadt mit ca. 5000 Einwohnern präsentiert sich mit ihren kleinen Gassen und historischen Gebäuden in bezaubernder Atmosphäre und bietet eine Fülle von Kultur und Geschichte.

Aber nicht nur........

Echternach -Marktplatz


Beilstein an der Mosel

 Klosterkirche Beilstein


Beilstein, so habe ich gelesen ist „Das Dornröschen an der Mosel.“ Da stand auch geschrieben, dass immer wieder Dichter und Maler Beilstein ihre Aufmerksamkeit schenkten. Und natürlich wurden in so einer malerischen Kulisse auch viele Kinofilme gedreht. 

Es ist tatsächlich ein märchenhafter Ort. Die Häuser sehen aus wie gemalt, als ob sie einem Spielzeugland entnommen wären. Und dann, schlängelt sich da noch die Mosel entlang. Was für ein Anblick. Dabei hat das Dorf etwa 150 Einwohner, also es ist ein kleines beschauliches Winzerdorf. Schaut man von weitem, dann ist Beilstein eingebettet zwischen der Burg Metternich und dem Klosterberg. In einer Broschüre die ich in der Klosterkirche kaufte habe ich ganz viel über Beilstein erfahren unter anderem auch, dass schon 1919 August Trinius in seinem Wanderbuch voll Begeisterung schrieb: Beilstein, sei gegrüßt! Bewundernd hält mein Fuß inne, und Aug und Herz laben sich freudig an dem entzückenden Bilde, das der Strom wie trunken wiederspiegelt.“

Dem ist diesbezüglich nichts mehr hinzuzufügen. Das ist was fürs Auge und fürs Herz.

Kommt man da an, geht es erst mal auf Parkplatzsuche und man wundert sich wie viele Menschen das gleiche tun. Es muss was besonderes sein, dass so viele hier unterwegs sind denken wir sofort, dabei geht unser Blick in die Höhe und wir sehen eine stolze Burg. Burg Metternich hatten wir zuvor auf einem Schild gelesen. Stolz steht Sie da und uns war klar da müssen wir hin. Mitterlweile geparkt ging es los, zu Fuß durch den malerischen Ort Beilstein, hinein in das Dorf zwischen den schmucken Häusern, malerischen Gassen, hin zu einer großen Treppe.   

Mittlerlweile geparkt ging es los, zu Fuß durch den malerischen Ort Beilstein, hinein in das Dorf zwischen den schmucken Häusern, malerischen Gassen, hin zu einer großen Treppe.

Wir dachten die Treppe führt hinauf zur Burg, dabei ist das die Klostertreppe, was uns doch sehr überraschte, als wir oben ankamen. Ein einladendes Klostercafé begrüßte uns und auch der Eingang der Klosterkirche. Wie magisch zog sie uns an und wir folgen dieser Magie.

Beim Betreten der Kirche wurden wir von einem leisen Ave Maria begrüßt. Gänsehaut kroch über die Arme bei dieser Musik und einer Kirche die durch ihre Ausstrahlung den Atem stocken lies. Reich geschmückte Altäre, beeindruckende Bilder, eine wunderschöne Kanzel, eine Orgelempore die einen sprachlos werden lässt, Figuren wie der hl. Sebastian, das Vesperbild, Christus am Ölberg, Deckenmalerei und zu guter Letzt eine schwarze Madonna.

( Geschichte und Beschreibung der Skulpturen sowie der Madonna im Anhang).

Diese Kirche zieht einen in ihren Bann ganz egal ob man das will oder nicht.

Vor dem Altar stand ein Ständer mit einer beschriebenen Seite. Als wir den Text gelesen hatten wich die innere Sprachlosigkeit in Zustimmung und Zufriedenheit. Noch nie hat jemand den wir nicht kennen genau das ausgedrückt was wir gerade in dieser Minute fühlten. Unterschrieben ist der Text (Quelle: R. Theiler) Vielen, vielen Dank an R. Theiler.

Wir waren so beeindruckt, dass wir den Text fotografiert haben und wir möchten ihn nicht vorenthalten.

Zitat:

Meditation: Meine Gedanken in der Beilsteiner Kirche.

Nun sitze ich hier in dieser Kirche. Es ist still um mich geworden. Leise, meditative Musik beruhigt mich. Hinaufgezogen sind wir durch das schöne Moseldörfchen Beilstein. Hinter mir habe ich den Straßenlärm gelassen. Durch eine schöne Wanderung und die schöne Schifffahrt auf der romantischen Mosel bin ich beflügelt von den Weinbergen und der schönen Gegend. Es ist schön, hier ausruhen zu können. Gedanken dürfen kommen. Sie gehen zurück an den Ort, von dem ich komme, an meine Arbeitsstelle, an meine Familie. Hier in dieser Kirche darf ich alles abladen. Alle Last und Sorge kann ich abstreifen und zurücklassen. Hier vorne auf dem Altar darf ich es übergeben. Hier weiß ich mich aufgehoben. Ich komme zur Ruhe. Ich bin dankbar dafür, dass es hier Menschen gibt, die einen solchen Ort der Stille, der Oase fördern. Mein Urlaub gibt mir Gelegenheit, mein Leben neu zu ordnen, über Gott und die Welt nachzudenken. So manches könnte anders werden, wenn ich zurückkehre, wenn ich aus dieser Kirche herauskomme und den Berg hinuntergehe, wenn ich mein Leben vom Kirchplatz aus neu betrachte, auf die Mosel hinunterschaue und sehe, wie alles fließt und weitergeht. Auch mein Leben geht weiter, aber es geht anders weiter. Ich habe einen neuen Blick bekommen, eine neue Sicht. In den Bänken der Kirche von Beilstein kam ich zur Ruhe. Herr, ich bin unterwegs. Auf meinem Weg begegnen mir Menschen. Menschen die mich schon eine Zeitlang auf meinem Lebensweg begleitet haben und weiterhin begleiten. Auch an sie denke ich in diesen stillen Minuten. Frohgemut gehe ich aus der Kirch wieder hinaus. Dafür haben mir diese paar Minuten der Stille in dieser Kirche von Beilstein geholfen. Möge dieser Ort mit der Karmelmadonna noch viel Hilfe und Möglichkeit zu Neuanfang sein. ( R. Theiler).

  Klosterkirche Beilstein


Quelle:Burg Eltz

9. bis 13. Jahrhundert

Die Entwicklung der mittelalterlichen Burgen, die wir heute in ihrer Wehrhaftigkeit und ihrer Schönheit bewundern, begann im 9. und 10. Jahrhundert. Aus den bisher mit Erdwällen und Palisaden geschützten Herrenhöfen wurden mit Mauern befestigte, gesicherte Burgen. Die Blütezeit des Burgenbaus reichte vom späten 11. bis zum 13. Jahrhundert – die große Zeit der Staufer. Parallel dazu wurden viele Städte gegründet. In diese ereignisreiche Epoche fällt die erste Erwähnung des Namens Eltz.

1157

Rudolf von Eltz unterzeichnete und besiegelte im Jahre 1157 eine Schenkungsurkunde von Kaisers Friedrich I. Barbarossa als einer seiner Zeugen. Er bewohnte die damals noch kleine Burganlage am Elzbach. Teile davon, wie der spätromanische Bergfried Platt-Eltz und Reste des romanischen Wohnhauses im Untergeschoß des Kempenicher Hauses, sind heute noch erhalten.

Die Burg Eltz entstand in strategisch günstiger Lage: Sie wurde an einem Weg erbaut, der die Mosel – seit jeher eine der wichtigsten Handelsstraßen des Deutschen Reichs – mit der Eifel und dem fruchtbaren Maifeld verband.

Die Anlage und ihre Umgebung bilden eine harmonische Einheit: Auf drei Seiten von der Elz umflossen, ragt die Festung auf einem bis zu 70 m hohen, elliptischen Felskopf hervor – dem Fundament der gesamten Burg. Die Erbauer orientierten sich bei der Architektur an den natürlichen Gegebenheiten. So entstanden die teilweise ungewöhnlichen Grundrisse der einzelnen Räume.

Heute

Seit über 800 Jahren befindet sich die Burg Eltz im Besitz der gleichnamigen Familie. Der gegenwärtige Eigentümer der Burg, Dr. Karl Graf von und zu Eltz-Kempenich, genannt Faust von Stromberg, lebt in Frankfurt am Main und im Eltzer Hof zu Eltville am Rhein. Seit Anfang des 17. Jahrhunderts hat die Familie Eltz - mit kurzen Unterbrechungen - in Eltville am Rhein einen Wohnsitz.

Die Schatzkammer in den Kellergewölben des Rübenacher Haus enthält eine außergewöhnliche Kunstsammlung mit über 500 Exponaten aus dem 12. bis 19. Jahrhundert. Die Vielfalt ist überwältigend: Neben Meisterwerken der Gold- und Silberschmiedekunst wie z. B. dem Trinkspiel der Diana, der Reiterfiguren oder der Statue des Johannes von Nepomuk, befinden sich hier Kuriositäten wie der "Dukatenscheißer", die "Völlerei von der Trunksucht befördert" oder das "Ungeheuer". Weitere herausragende Stücke sind die Ringe des Kurfürsten, die Reiterstreitaxt sowie mehrere wertvolle Armbrüste. Auch die Sammlung des kostbaren Hoechster und Wiener Porzellans aus dem 18. Jahrhundert ist bemerkenswert. Sämtliche ausgestellten Gegenstände gehörten Mitgliedern des gräflichen Hauses. Sie wurden meist zum alltäglichen Gebrauch erworben.

Ebenfalls interessant ist die Architektur der Schatzkammer: Ihre Form zeigt deutlich, wie sehr die Bauweise der Burg Eltz von dem schmalen, schiffsförmigen Felsen abhängt, auf dem sie entstand.

Die Sammlung wurde nach den umfangreichen Restaurierungsarbeiten der Burg Eltz von 1975 bis 1981 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie stieß auf reges Interesse und bei den Kunstexperten auf internationale Anerkennung: Bis heute erfreuten sich daran mehr als eine Million Besucher.

Quelle: Verwaltung Burg Eltz - Vielen Dank.


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                Autorin Barbara Herrmann