Rezensionen:
eine Art von Kinderkrankheit, die die neugeborenen Bücher
befällt. Georg Christoph Lichtenberg
(01.07.1742 - 24.02.1799) dt. Schriftsteller, Kunstkritiker
und Physiker
Ich glaube
ich bin im
falschen Film, in einem schlechten Hollywoodstreifen, so dachte ich vor
einiger Zeit. Dabei hatte ich das Gefühl, dass man mir eine
Hauptrolle
zugedacht hat und man es nicht für nötig hielt mich vorher zu fragen.
Die
Dreharbeiten dauerten ungefähr drei Monate und ich musste tun was die
mir
sagten, ohne Vorbereitung, ohne die Texte einzustudieren, ohne
überhaupt etwas
proben zu dürfen. „Die“, die Drehbuchschreiber und die Regisseure, das
waren
eine Reihe von Ärzte, die mich wie eine Marionette hin und her
schoben, gerade
so, wie es Ihnen beliebte und wie es Ihrer Ansicht nach das Beste für
mich wäre.
Und wenn Ärzte vor einem stehen und sagen, dass man das oder jenes tun
muss um wieder gesund
werden zu können, dann macht man das, obwohl man am liebsten weglaufen
würde.
Dass ich
heute längere Zeit danach bildlich über einen fiktiven Film sprechen kann und nicht
über
eine Dokumentation reden muss, ist ein großes Glück. Denn es ist
allemal besser
im falschen Film zu sein, als in einer schlimmen Wahrheit.