| Das
Sägewerk im Holzbachtal
Projekt : Das Sägewerk im
Holzbachtal
Heimatgeschichte - Romanheft
Textauszug:
Langsam
fuhr Peter Burger mit seinem Wagen die letzten Kilometer über die
Gebirgsstraße ins Tal. Sein Blick schweifte zu den imponierenden, ja
majestätischen Gipfeln, die ihn heute nach seiner langen Abwesenheit
besonders beeindruckten.
Dabei sah er, dass sich die Felsen wie eh und je stolz in den Himmel
reckten. In einer Einbuchtung hielt er spontan an, stellte den Motor ab
und stieg aus. Peter atmete die würzige und klare Bergluft tief ein und
tastete die Landschaft, die seine Heimat war, liebevoll mit den Augen
ab. Auf halber Höhe gegenüber im
Berg, wo sich satte Wiesen in der Sonne hervorhoben, stand die Almhütte
vom Bauer Kunz, dessen Kühe friedlich weideten und unten im Tal
schmiegten sich die Häuser eng aneinander. Nur der Kirchturm ragte mit
seinem goldenen Kreuz in der Mitte hervor. Links weiter oben am
Waldesrand sah er das herrschaftliche Elternhaus, gleich neben dem
beeindruckenden Sägewerk, das auch seiner Familie gehörte. Er war stolz
auf das imposante Erbe, setzte sich in freudiger Erregung in
sein Auto und fuhr das letzte Stück nach Hause. Es tat gut die Familie
wieder zu sehen.
„Der
Peter kommt, der Peter kommt!“, rief Leni, die zufällig aus dem
Küchenfenster schaute. Schnell rannte sie raus und direkt in die weit
ausgestreckten Arme ihres Bruders.
„Langsam,
langsam, liebe Schwester, du rennst mich ja um“, begrüßte er sie
lachend. Er fing sie auf, hob sie hoch und drehte sie im Kreis, dass
ihr beinahe schwindelig wurde.
„Ach,
ich hab dich soooo … vermisst, Peter!“, rief sie.
„Ist
ja gut, jetzt bin ich ja wieder da", antwortete er mit einem
Augenzwinkern. Er schob sie leicht von sich, um sie besser anschauen zu
können. „Du bist eine wunderschöne Frau geworden und hast so gar nichts
mehr von dem Mädchen, das du warst, als ich vor fast fünf Jahren
gegangen bin.“
„Na,
was glaubsch du denn? Ich bin doch schon zwanzig Jahre alt, da isch nix
mehr übrig vom kleine Schulkind.“
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